Vom Flussstein zum Wächter

Ich kenne einen wunderbaren Ort in den Bergen, wo man Marmorsteine im einem Flussbett finden kann. Die Steine haben einen langen Weg hinter sich und tragen die Spuren dieser Reise in sich.

Warum also nicht mit diesen Fundstücken gestalten? Ein Risiko besteht, denn viele solcher Flusssteine tragen bereits Risse in sich und dann springt der Stein auseinander. Oftmals nach vielen Stunden harter Arbeit mit Hammer und Meißel.

Der Reiz besteht hingegen darin, die Struktur des Marmors zu entdecken, die Farbe (weiß, grau, rosa), zeigt sich oft erst nach dem Schälen und Polieren des Steins. Denn Flusssteine haben eine Haut, entstanden durch die jahrezehntelange Verwitterung, diese muss zunächst händisch entfernt werden. Im nächsten Schritt kommt dann erst die Formgebung unter Berücksichtigung der vorhandenen Spuren. Am Ende steht das Polieren, von Hand versteht sich.

Flussstein, Marmor, Carrara
Flussstein, Marmor, Carrara
Der Wächter, Marmor © Helen Ried 2017
Der Wächter, Marmor © Helen Ried 2017

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